Pandemie Kurzsichtigkeit

In Ostasien ist sie verbreitet wie ein Virus: Über 90% der jungen Bevölkerung ist kurzsichtig. Nachdem Forscher genetische Ursachen ausschlossen, kamen Studien zu einem im Grunde naheliegenden Ergebnis:  Kinder, die stundenlang mit künstlichen Lichtquellen Naharbeit verrichten und sich wenig im Tageslicht aufhalten, haben ein höheres Risiko kurzsichtig zu werden als ihre Altersgenossen, die mindestens 14  Stunden in der Woche draußen sind. Die Beleuchtungsstärke unterscheidet sich enorm und es besteht die Annahme, dass das fehlende Licht zu einem geringeren Dopaminspiegel führt. Diese neben „Serotonin“ als Glückshormon bekannter Botenstoff sorgt nicht nur für gute Laune, sondern spielt auch beim Sehen eine Rolle. Er verhindere das Längenwachstum des Auges, so die Forscher. Meiner eigenen Recherche zu Folge leiden Parkinsonpatienten teilweise an Dopaminmangel und sehen dadurch verschwommen, mit Doppelbildern etc. Dies wird auf eine mangelhafte Funktion der Blicksprünge sogenannter Sakkaden im Auge zurückgeführt und dies wiederum beobachtet man auch bei Kurzsichtigen.

Zurück zu Ostasien: In Taiwan hat man mittlerweile reagiert: Die Schüler haben 1.2h Pause pro Schultag im Freien, Biologieunterricht findet im Schulgarten statt und Hausaufgaben wurden reduziert, die Lichtstärke im Klassenzimmer muss bei mindestens 300 lux im Raum bzw. 500 lux an der Tafel liegen. Erfolge zeigen sich schon jetzt:, denn die Zahl der Kurzsichtigen sank um etwa 10% nachdem sie in den Jahren zuvor so extrem anstieg. Ein Lob an die Taiwanesische Politik:)) Lösungen können so einfach sein…

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